In der heutigen Zeit ist der Spielwarenmarkt nur so überschwemmt mit verschiedenen Produkten und den unterschiedlichsten und aufregendsten Neuheiten, so dass es recht schwer fällt, einen allgemeinen Überblick zu bekommen oder auch nur eine Wahl zu treffen. Nicht nur die Produktpalette ist breit gefächert, auch der individuelle Geschmack von Kindern kann so weit variieren, dass es vermessen wäre zu behaupten, ein spezieller Gegenstand, wie etwa ein zur Zeit recht beliebtes 3D Puzzle würde bei jedem Kind einer gewissen Altersstufe stürmische Begeisterung auslösen. Die Geschmäcker sind nun mal auch schon im Kindesalter verschieden und in einer durch Konsum so stark geprägten und zu beeinflussenbaren Gesellschaft, gelten auch im Bereich des Kinderspielzeugs ganz andere Regeln als noch vor gut 20 Jahren. Natürlich gibt es Gegenstände, die auch die spektakulärste technische Neuentwicklung niemals aus den Kinderzimmern unseres Nachwuchses vertreiben werden. Selbst mit technischen Fähigkeiten und Sprachchips ausgestattet bleiben Teddybär und Babypuppe im Grunde immer noch das, was sie immer waren und die Liebe zu ihnen wird auch weiterhin von Generation zu Generation weitergegeben. Bauklötze und LEGO-Steine erfreuen sich auch in ihrer simpelsten und rudimentärsten Form immer noch großer Beliebtheit und auch Kinderfahrzeuge wie Dreiräder oder das allseits bekannte „Bobby-Car“ sind vor allem in den Spielzeugkisten kleinerer Kinder stets vorhanden.

Abgesehen davon ,sollte man nicht zum Puristen oder gar zum Snob werden und jede Form von neuem und modernen Spielzeug rigoros ablehnen. Selbst die Vertreter von Holzspielzeug und Waldorfpädagogik können nicht leugnen, dass Lerncomputer und elektronische bzw. digitale bzw. virtuelle Geschicklichkeits- und Wissensspiele oder – Programme, wie sie zur Zeit bei Konsolenbesitzern aller Altersklassen sehr beliebt sind und somit beweisen, dass lernen auch Spaß machen kann, nicht nur Spaßpotential sondern auch geistigen Nährwert besitzen.
Wie immer ist auch in der Frage nach dem geeigneten Kinderspielzeug der Mittelweg der beste. Mit einer gesunden Mischung aus klassischem Spielzeugen wie Plüschtieren, Puzzles, Puppen oder Spielzeugautos und technischen Gegenständen wie Spielkonsole, Computer etc. kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Zu beachten bleibt außerdem, dass man es mit der Masse an Spielzeug nicht übertreibt. Um so größer die Auswahl, um so schneller verliert man das Interesse an den einzelnen Gegenständen und weiß schließlich auch ihren Wert nicht mehr zu schätzen.
Die Wahl des richtigen Spielzeugs sollte also weder zu ernst noch zu sehr auf die leichte Schulter genommen werden. Im Grunde klingt es jedoch schwieriger als es eigentlich ist und wer sein Kind im ausreichenden Maße kennt, der wird garantiert nicht lange überlegen müssen, womit man ihm eine Freude machen und es gleichzeitig fördern kann.

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